Der volle Mond

So lang  der Weg,  so  finster  die  See

so  groß  ihr Wellenschlag,

kein  Sturm  kann  mich  entreißen

all  der Blicke  Deiner,  denen ich  so  oft  erlag.

Suchte Dich durch  Zeit  und  Raum

verlor mein Sein, ihm  düster  Traum

denn  alles was  ich  mit mir nahm

warst Du  mein  Herz, voll  Schmerz  und  Scham.

Nun  naht  an  die Nacht, mit  ihrem  dunklen, 

doch  durchsichtigen  Kleid

der volle Mond am  Himmel, durch  silbrig Wolken 

weint und lacht  zugleich.

Er  leitet heimlich fort mich 

aus  meinem  tiefen  Kummer

damit die  Nacht nicht erhebt  für  sich  allein, 

den  Anspruch  auf  den  Schlummer.

Ja ich wünscht, auf  dieser Licht  erfüllten 

Brücke  könnt ich gehen

um  danach  die Nacht  in  ihrer 

wahren Schönheit, zu  verstehen.

Aber  wenn Nacht sich nicht  verstehen lässt, 

bleibt  dunkel sie allein

doch sind  die  Augen  mit  Licht erfüllt

werde  frei  von Furcht,  ich in ihr sein.

Und so

von purpurnen Wolken still  getragen, 

kehrt  Heim  mein  müdes  Herz

der Himmel  mag  mir  gleißend leuchten

denn  vergessen ist, mein  Weh  und Schmerz.

 

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