Der vertrocknete Fluss

Feuerwände,  gleißendes  Licht

Körper  zerfallen zu  Staub

und  reisen ins  Nichts

Stürmendes  Inferno,  im  flammenden  Wind.

Der letzte  Zweig,  am  Baum  des  Seins

knickt ab,  zerbricht

Auf einer  Brücke

umgeben  von Rauch,  ein Kind.

So allein  und verwaist

voller  Asche den  Leib

die  Füße  vereist

Unter  der Brücke,

im  ausgetrockneten Flussbett,  ein  Rind

zu  dem  stolpert,  das  unschuldig  Kind

Das Euter  so  prall

verschont vom  Verfall

Auf  einem  Schemel  aus Knochen

die aus  der  Rippe gebrochen.

So  sitzet  der  Knab‘,

seine  Hände am Euter,

melken  den Lab

Der  vertrocknete  Fluss, füllet  sich schleichend

zischend und  dampfend,

bahnt  der  Quell,  seinen Weg

Aufs Neu,   das Puzzle

unverfälscht  abgelegt

Friedlich, wird  das Leben

aus  dem  Rinnsal, erfleht,

und zu  Erde,

zu  Erde  warm  duftend

die  Asche,  zergeht

Zwei  Augen,

müde,  alt doch  weise

schließen  sich,  bedächtig  leise

Das  Kindschlägt  Wurzeln  

und

wachset  zum  Baum

seine Früchte  sind süßer,

als der  barmherzigste  Traum

Das Rindversteinert  

und

türmt  auf  sich,  zum Berg

so  hoch  seine Spitze,

dass allein,  der Himmel  sie nährt

 

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