Der gehorsame Uniformierte

Brav marschierten wir in den Bombenhagel,

jeder Schritt als wäre er festgenagelt.

Des Trommlers Schläge,

verstärkten die patriotische Rede,

die unser Hauptmann vor uns las, 

denn ein Brief, 

von seinem Weibe war´s.

Er sagte nach diesen Abschiedszeilen, 

bevor wir bebend, 

von dem Kriegsplatz eilen,

das wir nicht für unsere Freiheit kämpften,

sondern für deren, 

die uns Liebe schenkten. 

Geblendet von den vielen Orden,

so jung, 

ich vertraute seinen Worten

und war bereit in den Kampf zu ziehen,

gegen die Gesichtslosen Horden.

Die Bajonette aufgespannt, 

der Unterdrückung Widerstand.

Ruhm und Ehre, ein Andenken im Glanze,

hielten wir der Gerechtigkeit’s Lanze.

Befleckter Regen am Tag danach,

so mancher Kamerad seinen Verletzungen, 

schreiend,

in der Nacht erlag.

Meine Augen mit zitterndem Blick,

sahen und erkannten, 

des Gefechtes grausam Geschick.

Das Gewissen zerschnitten, 

von der Gewehre Licht,

nicht abwenden können, 

vom Fleisch die Sicht.

In den Ohren das Raunen, 

von den Gefallenen blieb,

mit unseren Streitäxten

mit jedem Hieb,

erzwangen wir den Sieg.

Denn mit der Dunkelheit ich ritt, 

wie ein Apokalyptischer Reiter, 

von seinem Feuerross, ich stritt.

In meinem kühlen Atem, 

verlor ich mich, 

als ich lächelnd durch das Meer, 

der besiegten Leiber schlich.

Mein Stillet, ist mir zerbrochen, 

an dem, ich in den Kopf gestochen.

Metallisch riecht die Luft, 

des Todes blutig Duft. 

Ich wünscht meine Lektion, 

hätte mein Herz nicht geblendet erlernt

und eine göttliche Revision, mir würde gewährt. 

In dieser wäre ich desertiert, 

frei von Erkennungszeichen, ich hätt‘ existiert.  

Ich hatte, ich habe, vorher 

gelernt Fragen zu stellen, 

wusste das nur Selbstbestimmung, 

ist der Weg des erhellen

und doch, 

nicht nur die Norm, 

zog mir an meine Uniform.

Leider, ich es viel zu spät bemerkte, 

was die gehorsam Ausführung, 

von Befehlen barbarisch mich lehrte. 

Das hinter ihnen, 

die Kälte, mein Wesen vermummte

und meiner Seele Einklang ,

mit meinem Herzen, verstummte.

Mein verbranntes Gesicht, 

kennt jetzt nur die eine Pflicht:

Das es den Lebensschwur, niemals mehr,

auf euren Schlachtfeldern, bricht.

 

 

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