Schneckentempo

Ich bin wie eine Schnecke, 

die ihre Fühler streckt aus 

und bei der kleinsten Vorahnung, 

drohender Gefahr,

sich schnell verkriecht, 

in ihrem Haus. 

Auch kann ich ohne Einschnitte,

auf des Messer’s Schneide kriechen, 

so komm ich nur langsam fort, 

von Orten, die übel stinken 

und nach Verwesung riechen. 

Man kann mir gut folgen, 

auf meiner schleimigen Spur, 

ich hinterlasse, in ihr alles das, 

was ich freudig oder schmerzend, 

in meinem Leben erfuhr. 

Auch könntest Du jetzt denken, 

weil ich so ohne Rückrad bin, 

das ich nur folge jedem, 

mir vorgegebenen und

befohlenem Sinn. 

So flitze ich doch davon, 

in meinem kleinem Tempo, 

aus all den dogmatischen Gefilden, 

denn ich gehöre, wenn auch ängstlich, 

zu den Unbeugsamen und Wilden. 

Denn ich bin eine kleine, 

aber rebellische Schnecke. 

Achtung! 

Ich schon wieder,

meine Fühler ausstrecke. 

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