Sterbenskünstler

Bei jedem Schlag der Uhr, 

betracht‘ ich meine Spur.

Durch jeden Schritt, 

den ich durch meinen Gang, 

auf Erden hinterließ,

ein fröhlich oder traurig Lied, 

aus meiner Seele, ist entsprießt.

Ich versuche sie zu finden, 

all die Spuren, die mich an dieses Leben binden.

Doch immer mehr, von den tiefen Abdrücken, 

all zu leicht verwehen,

das ich nicht mehr erkennen kann,

wo ich sie, einst gesehen.

Sich abgewannt, 

von alt vergilbten Schleiern,

der große Wunsch, den Neuanfang zu feiern.

Nach vorne blickend 

was Verständnis sucht,

die nächste Reise, ist vom Herz gebucht.

Wo ist mein Stock? 

Der mir hilft ein Stück weiter zu gehen!

Wo meine Brille? 

Die meine trüb gewordenen Augen, 

wie in Kindheitstagen, den Horizont lässt sehen!

Die Füße tapsend, die Seele jauchzend, 

die Lider noch nicht, müde selig ruhen.

Wo ist mein Stein? 

Der sich über mein Haupt wird bauen!

Was werden die sehen, 

die ihn beschauen?

Vielleicht ja bunte Flechten, 

die rangen an ihm,

weil so versteckt, die Sonne, 

nicht mehr auf ihn schien!

Müsste ich heute scheiden,

ich wünschte meine Ahnen,

würden diese Zeilen, in ihn feilen:

Er war ein Sterbenskünstler,

der hat das Leben sehr geliebt.

Doch am Ende seiner Tage,

in der Grub, dort unten, allein er liegt.“

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