Eisbrecher

Sonne über dem gebrochenen Eis.

Der Blick verwaist, 

zu all den Rissen reist. 

Meine kleinen geblendeten Pupillen,

versuchen im Aufbruch 

meine Ungeduld,

vor dem Kommenden zu stillen. 

Eine Schneeblume 

ist im kleinsten Spalt erwacht, 

streckt der Wärme entgegen 

ihr weißes, 

so lebensfrohes Blütendach. 

Auch gleicht mein begieriges Lächeln, 

einen erwartungsfreudigem Totesröcheln. 

So vergesse ich für den Moment

den Frühlingsboten, 

weil meine Gedanken immer stiller, 

die Steppe versuchen gespannt auszuloten.

Mein inneres Auge

sieht schon die Armeen von Glocken, 

die jeden ach so trüben, verträumten Blicke, 

wohl nur, 

zu Frohsinn könnten locken.

Da fällt mir auf, das ich, den ersten Eisbrecher

in seiner wahren Bedeutung, nicht konnte verbuchen.

Da mein unstillbarer Hunger nach immer mehr, 

mich nur ließ

weiter und weiter, 

nach seinen Schwestern und Brüdern

ungestüm suchen.

So sollte ich doch eigentlich, 

für mich allein, 

verstehen und wissen 

so als selbsternannter Poet.

Das ich nur den Ersten

hatte wahrhaftig erfasst und auch nur ihn, 

hatte doch, in seiner Bedeutung des Beginn‘s, 

buchstäblich erfleht.

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