Animus

Freude wärmt das Haupt, 

das verwelkte Laub fällt ab

vom Lebensbaum,  

zerfällt und verweht in des Erde‘s Dichte.

Wie ein leiser Traum, 

winkt in der Ferne

mir so nah, 

ein verschwommenes Lichte.

Dessen Konturen mir nicht klar 

und trotzdem 

in mir spürbar und gewahr, 

dass von ihm aus geht, nie Gefahr.

Drum versuch ich meinen Blick zu schärfen, 

meine Pupillen auf es zu fixieren. 

Doch es nur wie ein Foto, das überbelichtet,

so dass mein Verstand zu formen 

daraus ein Bild, verzichtet.

Lautlos,

trotzdem einen Ruf verspürend 

folgt man ihm, 

sein Leben akzeptierend.

Man glaubt dass jeder Schritt 

es zu erfassen einen näher bringt.

Doch man erfährt keine Enttäuschung, 

wenn die Entfernung

sich nur scheinbar minimiert.

Es ist so, 

als wenn alles in einem vibriert 

und kein Sinn hinterfragen hinderlich

den Fortgang, jäh blockiert.

Man nimmt sich an als Teilchen, 

was ein kurzes Weilchen existiert 

und dann in seine ursprüngliche Form 

re-inkarniert.

Auch vermag kein Sprung, 

kein Schritt es zu erreichen, 

es wird dich immer 

auf deinem Weg begleiten.

Nur ein Grund

warum du es niemals kannst

in deine Arme schließen.

Es ist ein Lichtkegel 

den du aus deinem Innersten 

vor dich projektierst.

Wenn du verstehst was in dir passiert, 

du extrovertiert und das Licht wirst.

Frieden macht sich breit für die Ewigkeit, 

der alte Ruf nach Liebe sanft verstummt.

Die Seele voll gefüllt mit der Göttlichen Essenz.

Durch Einigkeit in deinem Herzen, 

du hast die verschnürenden Knoten, 

wie eine Schleife leicht gelöst.

Die deinen Nabel dir zerdrückt 

und  dich entzweit, entrückt 

vom Quell, der hell 

dir immer offen stand.

Such´s nicht in der Welt, 

Du trägst alles in Dir, 

um glücklich zu werden

auf Erden, hier.

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6 Kommentare

  1. Ich erinnere mich an die letzten Tage beim Wandern auf dem noch schneebedeckten Rennsteig und das Glücksgefühl, das ich dabei empfand. Dieses Licht, die Sonne, der weiße Schnee, das nenne ich Glück. Man kann es nicht halten, sondern eben nur in diesem Moment genießen und leben. Danke für das schöne Gedicht, das zu Herzen geht.
    LG
    Sabine

  2. Grünes Elfchen voll Verzückt, machen süchtig so Worte machen total verrückt!!! Grins. says:|

    Tief Bewegend und Berührend!


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