Du bestimmst Deinen Wert

Schelte, Hunger oder Leiden

lässt sich oftmals nicht vermeiden.

Doch nach der traurig Tage grauer Glanz,

folgt Dich begrüßend, Freudentanz.

Aufrecht, unbeirrbar, anständig, charaktervoll,

das sind Werte, die find ich toll.

Doch ich kann nur integer werden,

wenn ich meinen eigenen Platz find, hier auf Erden.

Du bist dies und Du bist das,

lass es sein und frag nicht: Was?“

Immer wieder zwängt man Dich,

in Schablonen fremden Lichts.

Na komm schon, stell Dich nicht so an,

frag nicht stets nur nach dem: Wann?“

Hallo, glaub mir, ich weiß schon was ich tu,

oder bin ich ein Dich drückend Schuh?

Immer soll ich nur aufpassen, 

jenes tun und anderes lassen.

Denk doch vorher einmal nach,

leb nicht nur so in den Tag.“

Anscheinend wissen hier wohl alle,

schon bevor ich stolper, dass ich falle.

Jeder glaubt wohl, er könnt weisen,

drum am liebsten, mag ich die Leisen.

Ja, die Vertrauen in mich haben,

die nicht nur fordern, sondern fördern und nachfragen.

Die mir erlauben, mich in mir selbst zu finden

und nicht stets nur versuchen mich zu binden.

Gestatte mir meinen eigenen Weg zu gehen

und hilf mir jeden Fehltritt als Lernschritt zu verstehen.

Wie sonst könnt Leben süße Früchte tragen,

wenn Du bestimmst der Aussaat Samen.

Fremde Erfahrungen verschlüsseln sich abstrakt,

jede Oberfläche braucht ihren individuellen Lack.

Sicherlich lass ich sie gern in meine mit einfliessen

und so, ganz neue Erkenntnisse könnten sprießen.

Wie soll man eigene Stärke sonst erleben,

wenn andere lenken stetig unser Streben.

Jeder Bäcker backt nun mal sein eigenes Brot

und nur Selbsterfahrung bringt Gleichgewicht ins Lot.

Ja ich weiß, Du meinst‘s nur gut,

doch am Ende zählt mein Mut.

Denn: Ich bestimme meinen Wert,

hat das Leben mich gelehrt!“

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Ein Wunder

Der Alltag mag wie Lumpenhunde sein,

er knurrt und bellt, er beißt sich rein.

Doch warm geliebt, ein freudig Sang,

kein Hund ist Lump, der streicheln fand.

Wer Wunder zu erkennen mag,

dem eröffnet sich, der Tag im Tag.

Wie Zeichen die Naturgesetzen weichen

und in allen Zeiten, in Hoffnung uns geleiten.

So oft verschließt sich unserem Wesen,

des Alltags Magie aus allem Leben zu lesen.

Staunen, öffnet wieder Aug‘ und Herz,

so Dasein, weder Schmerz, noch Scherz.

Alle Erfahrungen formten stets Charakterzüge,

ein Wunder hingegen vertreibt so manche Lebenslüge.

Doch voller Sorgen wird schwer das Morgen,

der Blick für Wunder, blind geworden.

So gänzlich sorgenfrei wird‘s nimmer,

es geht nur um den Hoffnungsschimmer.

Wer verquält sein Leben mit sich trägt,

der oft nur sorgenvoll im Missmut lebt.

Ein Wunder reicht Dir seine Hand,

ein Wunder ich in allen Augen fand.

Ein Wunder wie ein Lichterstreich,

ein Wunder bettet müde Herzen weich.

Ein Wunder umgibt und erwählte Dich,

drum lebe Dein Wunder, voller Zuversicht.