Tagundnachtgleiche

Golden Licht auf stillem Haupt,

fliegend, leuchtend, sterbend Laub.

Winde wispern weich im Baum,

Altes stirbt sucht neuen Raum.

Wolken ziehen schnell am Firmament,

kalter Regen prasselnd über Fenster rennt.

Stuben werden leuchtend warm gen Abend,

in ihren Tiefen, Geborgenheit leis‘ tragend.

Die Strassen grau, die Äste werden kahl,

doch wo Wärme singt, da ist kein Jammertal.

Der Verfall das Enden einer Jahreszeit,

hosianna, Trauben und Äpfel zur Ernte bereit.

Lautlos die Tagundnachtgleiche am Horizont,

der Waagepunkt aller Ortens ein Äquinoktium.

Herbstgeflüster idyllisch wie melancholisch,

definiert allen Niedergang symbolisch.

Wie geruhsam Sonne und Mond sich vereinen,

so stillschweigend vor dem Leben verneigen.

Wiederkehr dieses Kapitel sich nun schließt,

denn aller Zyklen Turnus kreisförmig fließt.

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