Kap der Guten Hoffnung

Vorm Bug aufbrandend Wogen, der Rumpf vom Traum gezogen.

Das Schiff der Tage am Ufer der Zeit gestrandet.

Ein Heimatloser ersehnt mit müden Augen,

den Hafen, den Anker, das Licht am Horizont,

dem all seine Zuversicht innewohnt.

Stille umarmt die Suchenden in ihren Herzen.

So sie ihr Segel ohne Kompass in den Wind stellen,

voller Vertrauen nur die Hoffnung kennen

und die Liebe bei ihrem wahren Namen nennen.

Das Steuerrad wird abgebaut, denn Leben, Tod ist angetraut.

Wird Akzeptanz zum Segel, so gibt es keine Flauten mehr.

Aufgebäumt im wilden Dasein, reisend mit der Wendigkeit

und mögen selbst all der Zweifel wildeste Organe tönen

der erste Lichtstrahl wird uns, mit uns selbst versöhnen.

Unter Flut und Meer erstarrt Äon zum felsenfesten Grund.

Die Triebfeder bedarf zeitlebens vertrauender Ergebenheit,

der Kapitän nur ein Schüler, stiller, wie lauthalser Wirklichkeit,

er studiert, prägt ein, erwirbt Erfahrungen im Lauf der Zeit.

Der Polarstern im Dämmerschein, zum Morgenlicht zuhause sein.

 

Gastautor Michael Getzschmann: Der Farbenfresser

Und ich nahm die Maske vom Gesicht…

Sabines Lifestyle-Kolumne

porträt Kopie (Medium)„Vor 40 Jahren erblickte ich das Licht der Welt im Weserbergland, in einer kleinen und beschaulichen Stadt namens Bückeburg. Nach vielen Zwischenstationen lenkte mich der Wind und die Liebe nach Würzburg. Nun blicke ich als Kunstschaffender zurück und mir ist bewusst geworden, dass ich seit inzwischen 25 Jahren schreibend tätig bin.

Leider ist es aber sehr schwer geworden im Land der Dichter und Denker seine eigene kleine Lyrik unters Volk zu bringen. Ob die Absagen der großen Verlagshäuser ein Qualitätsmerkmal sind, wage ich nicht zu behaupten. Das mögen andere für mich tun. Doch als zeitgenössischer Dichter, der ein Stück weit die alte Schule der Schreibkunst versucht, sie in sich und seinen Werken zu verinnerlichen, stelle ich mir die Frage, warum in der Regel nur unsere großen, aber leider schon toten Dichter verlegt werden?

Nun ja, kleine Verlagshäuser zeigten schon Interesse an meinen Worten, aber leider nur gegen eine Beteiligung an den…

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Wie ein Funken im Wind

Wie ein Funken im Wind, Nichtig!

In seiner Existenz nicht wichtig.

Keine Bedeutung nach dem Zerfall,

wenn leise verwehte im letzten Nachruf

der Tränen melancholischer Hall.

Doch sie sollten nie schweigen, oder ins Nichts nur forsch zeigen.

Sie sollten ausspülen und so lässt Herz sich wieder rein fühlen.

Wie ein Funken im Wind, Nichtig!

In seiner Existenz nicht wichtig.

Nur im Augenblick die Entscheidung ich treffe,

vor deren Wahl ich gestellt, 

mein Leben verdunkelt oder mein Leben erhellt.

Ich behaupte nun aufrecht in diesen Zeilen,

stellen musste ich mich immerdar nur dem Moment,

zu den Konsequenzen habe stets ich mich selbst gelenkt.

Doch sie sollten nie nehmen, oder den Gang nur forsch lähmen.

Sie sollten weisen und so lässt Herz sich wieder sanft enteisen.

Wie ein Funken im Wind, Nichtig!

In seiner Existenz nicht wichtig.

Ohne Bedeutung mag mich vergessen die Zeit.

JA, voller Demut die Arme frei auf,

so soll es geschehen, Willkommen im stetigem Lauf.

Wie ein Funken im Wind, Nichtig!

In seiner Existenz einfach nicht Wichtig.