Das Eine

Zauberlied im Sternenglanz,

auf Mondensichel Feentanz.

Von Berg zu Tal der Himmel fiel,

Traumgestalt hinseufzt ihr Ziel.

Nun horch mein Herz dem Freudensang,

Nuancen, der stillen Räume sanfter Klang.

Ein Traum der Frühlingskinder gleich,

erhebt die Winternacht vom Totenreich.

Tyrannei mit Speer ein Kreuzbild schnitzte,

in dionysisch Aug‘ der Brudergruß aufblitzte.

Wie glühende Wurzelfäden der Bäume Edens,

wagten sich aus kalter Asche zu erheben.

Eingeweihte sinnend im geheimen Quell,

aus schwarz wird weiß, wie Dunkles hell.

Wachend Genius, der Herzen gute Tat,

geflügelte Geisteskraft der Menschheit Rad.

Gebannt der Symphonien Getöne Zwiespalt,

der letzten Rose Preis, mit Blut an Dorn gezahlt.

Alte Worte, friedvolle Hüter einer neuen Welt,

wie ein gnädiger Kuss auf Stirn sich still gesellt.

Nun find in all der Widrigkeiten wilder Scharen,

das Eine, was Dich noch von Freiheit trennt.

Trotze all der bangen Atem fürchterlich Gefahren,

denn in jedem Traum der Götterfunken brennt.

Ewigkeit vs. Zeit

In der Mitte eine magische Lichtung,

tagein, tagaus, frei von Hektik unverhüllt.

Müßig Dunkles fällt vom Herzen ab,

geweiht ein Funken sucht sein letztes glühen.

Glänzende Augen tragen achtsam Blicke,

richtend ihren Fokus in des Himmels Weite.

Ruhe findet sich wo einst klang Seufzen,

schließt sanftmütig ihr Weh in Demut ein.

Keiner kann dem Schwur entsagen,

Warmherzigkeit wäscht Seele rein.

Wie ein Traum sucht immer seinesgleichen,

bevor er zerfällt ganz still, für sich allein.

Flackernd Lichter, Zeichen elysischer Ergebenheit,

Hände tragen Gaben, lösen sich aus dem Verbund.

Streifen verspielt durch den Fluss der Zeiten,

dem der Quell wie der Niedergange innewohnt.

Wie ein insgeheimes Lächeln fast unmerklich,

fließt so ungestüm das Leben um sie rum.

Feuer- Asche, Körper- Staub, Fleisch zur Erde,

letztendlich ist nunmal so unser Weltenraum.

Doch ein Wesen überlebt im Gedenken,

findet in der Liebe die gütige Unendlichkeit.

Warum also nicht ans endlos Leben glauben,

selbst die Ewigkeit, misst sich durch Zeit.