Oh weiche, weiche nie

Einsamkeit gleich dem dunkel Tale,

wo Finsternis lichte Hügel still umfasst.

Von Licht erhoben all die Totenmale,

wie Sänften ehrfürchtig bewacht.

Zur Wahrung der Offenbarung des Anscheins,

Flügelschwingen tauchen in Zinnoberrot.

Tragen, heben, werden zur Spitze allen Seins,

kein Klagen nur Seufzer, kein Bangen vorm Tod.

Die Einöde durchqueren, höchstes Gut mehren,

nur noch ein letztes Mal den Himmel sehen.

Die größten Begierden, Enthaltsamkeit lehren,

doch frohen Mutes immer weiter gehen.

Unverzagt für Jung und Alt endet der Tag

und funkelnde Sterne trägt das Firmament.

Auf jederlei Art lebt Hoffnung so wie sie mag

und was Arm und Reich sie uns sanft benennt.

Manchmal jedoch zurück im Gefilde der Nacht,

lauscht das Herz nur des Dochtes zischen.

Dann hält Selbstvergessen wieder seine Wacht,

will sich mit der Endlichkeit der Kerzen mischen.

Und so:

Im finster Mondschatten lichterloh Melancholie.
Verg
änglichkeit du göttergleiche Sinfonie.
Oh weiche, weiche nie; oh weiche, weiche nie!

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