Erinnerungen an die Zukunft

Einst war der weltentrückten Blicke Weite,
ein friedvolles Fenster gedankenferner Träume.
Einst war das Hoffen nicht warten, sondern Mut,
aller lebensspendenden Kraft, des Daseins feurig Glut.

Wie sollt, wie kann,
der Gleichmut heut uns trüben?
So ist’s und dann,
auf, auf in letzten Zügen.

Fern schweifen Gedanken,
mal still, mal laut, wie trügerische See.
Ich weiß, ich werde immer wanken,
denn nur so, nach vorn es weitergeht.

Der unergründlich Fragen gänzlich Tiefe,
wird fernab mich fallen lassen.
Als wenn mein ungestümes Herz laut riefe:
„Ich kann, so ich will loslassen!“

Warum soll hinterm Ende
denn auch kein Weiterkommen sein?
Wenn doch selbst von Anbeginn die Zeit letztendlich,
expandierend immer nur weiter zum bevorstehenden eilt.

Was das Nächstbeste der Skepsis auch immer bietet,
wohin, wer weiß es schon, der Strom im Fluss dann fließt.
Das Nichts kennt nun einmal keine Vorstellung vom Ende
und so fern der Parameter des Denkens, liegt wohl ein Paradies.

Ein Stern erlöscht, doch sein Strahlen schwelgt weiter durch Zeit und Raum.
Jeder fallende Regentropfen schlägt auf dem Wasser kleinste Wellen.
Welche zwar kaum messbar zu einem Muster ineinander gleiten,
doch so sich immerfort verbinden, zum großen maßgeblichen Geflecht.

Intuitives Wissen könnt wie eine Erinnerung an die Zukunft sein,
so dann und wann, des Lebens Blendwerk Nebelschleier wird zerrissen
und jeder Zwiespalt füllt sich, fern aller Skepsis, voller Wärme,
mit der Gewissheit und Erkenntnis:
„Selbst ein Irrlicht entflammte und brannte nie für sich allein!“

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