Frei

So waren wir, gleich dem Kolibri,
der scheinbar bewegungslos in Lüften schwebt,
dem Tanze gleich der Herzen hebt,
im freien Leben eingefangen.

Ein Hoffnungsstrahl schien auf durch alle Weiten,
erhoben aus Nuancen des schwerelosen Sein.
Entschlossen an sich selbst zu glauben,
voll Zuversicht spross ungetrübt ein kleiner Keim.

Ein Haupt erwehrt sich tapfer all der Schwere,
sucht ohne Hemmung sich im freien Willen.
Als könnt all des Lebens unerfüllte Wünsche,
nun und nimmermehr den Lichtblick dimmen.

Der Wind erhob sich mannigfaltig aus der Stille,
trug mit sich all das verwunschene Begehren.
Gelüste sannen zeitlebens Drang und Durst,
doch tapfere Herzen wollten sich erwehren.

„Es gibt nichts Freieres als die Freiheit!“,
riefen Rebellen stets den Despoten ins Gesicht.
Frei werden, frei bleiben, frei sein,
ist des Schuldbekenntnisses nachgeboren Licht.

 

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Die letzte Strophe könnte tiesinniger nicht sein und jeder wird sie nach eigener Erfahrung verstehen.

  2. Ich erinnere mich immer gerne an „meinen“ Kolibri. Er kam jeden Morgen auf die Terrasse meines Guesthouses in Blumenau, Brasilien und hat mich mit seinem Flügelschlag fasziniert. Wird mir für immer im Gedächtnis bleiben.
    Schönen Sonntag, Michael.
    Sabine


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